Matis Hönig

Curriculum Theaterpädagogik


Ausbildungen, Studien, Stipendien und pädagogische Einflüsse

1976 – 1983
Studium der Pädagogik am Fröbelseminar Stuttgart
(Diplom als staatlich anerkannter Erzieher)

Fachhochschule für Sozialwesen, Esslingen/Neckar
(Schwerpunkt Sozialpädagogik, sechs Semester)

Die unterschiedlichen Studien der Pädagogik in den späten siebziger, Anfang der achtziger Jahre wurden durch den von Deutschen Jugendinstitut in München entworfenen 'Situationsorientierten Ansatz' geprägt. Sowohl in der freien Jugendarbeit, als auch in Institutionen sammelte ich damals meine Erfahrungen. Ebenso erhielt ich Einblicke in die anthroposophische Heilpädagogik im "Casa di cura per bambini" in Brissago und später an der Heilstätte Friedrich Daumer, Sinntal und der Heilstätte 'Sieben Zwerge' in Salem, Bodensee.


1984 – 1988
Schauspielschule, Lützelflüh/Bern,
Schweiz, Diplom Schauspiel, Regie

1988 – 1990
Meisterschüler von Jolanda Rodio,
Diplom Kunst-, Theaterpädagogik

1989 – 1993
Musikstudium am Konservatorium Bern
(Gesang, Harmonielehre und Solfége, acht Semester)

Die Begegnung mit der Schweizer Kunstpädagogin Prof. Jolanda Rodio war ein weiterer Markstein meiner pädagogischen Studien. 'Klang und Bewegung' nannte sie ihre an unzähligen Orten veranstalteten Kurse. Wesentliche Einflüsse ihrer Arbeit und Herangehensweise erhielt sie als Mitarbeiterin am Odin Theater in Dänemark und ihre Zusammenarbeit mit Ingmar Bergmann, Schweden. Darüber hinaus war sie über Jahre die engste Vertraute und Mitarbeiterin von Nadja Boulanger, Paris, eine der einflussreichsten Musikpädagogen des letzten Jahrhunderts. Das von Peter Slade, England, entworfene "Child Drama" war für Jolanda Rodio ein weiterer Markstein ihres pädagogischen Unterrichts.

Das freie Spiel der Improvisation wurde so zu dem wesentlichen Faktor ihrer theaterpädagogischen Praxis, das sie an ihrer 1972 im Emmental bei Bern gegründeten privaten Schauspielschule zu Grunde legte.

Ihr müsst wachsen, ich aber muss abnehmen - mit dieser Maxime lebte sie eine völlig neue Art der Kunst- und Theaterpädagogik vor.


Professoren / Dozenten

Jolanda Rodio: Gesang, Improvisation, Stückentwicklung, Pädagogik
Hermine Bredek: Landesarbeitsgemeinschaft NRW, Spiel und Theater
Michel Joly: Paris, Schauspiel, Commedia dell' Arte, Regie
Marta Vestin: Königlicher Dramaten, Stockholm, Rollenspiel, Regie
Jan Pierre Voos: Amsterdam, Spielpädagogik
Runo Erikson: Stockholm, Musik, Chor, Solfége
Abdul: Kopenhagen, Akrobatik
Fritz Hauser: Basel, Rhythmik, Solfége, Harmonielehre
Shiro Daimon: Paris, Yoga, Tanz
Yoshi Oida: Paris, Schauspiel, Improvisation
Kizuki Takayuki: Tokyo, No-Theater, Gesang und Tanz
Atsuma Tokuho: Tokyo, Nihon Buyo
Jeanne Roth: Bern, Gesang
Christian Yerli: Genf, Bühnenbild

Die pädagogischen Gedanken von Hugo Kükelhaus, kristallisiert in seinem "Erfahrungsfeld zur Entfaltung der Sinne", das von dem Schüler und meinem Mentor an der Schauspielschule, Matthias Schenk, seit 1984 betreut wird und an unzähligen Orten gezeigt wird, zieht sich wie ein roter Faden durch meinen Wirkungskreis.

Weiterhin hatten Joseph Beuys und seine Gedanken der 'Sozialen Plastik' einen einflussreichen Impuls auf meine Arbeit gefunden.

Meine eigene Autorenschaft und ihre konkrete Verwirklichung verhalfen mir zu einer Sichtweise, die beiden Seiten der thematischen Auseinandersetzung kennt - die "Selbstverwirklichende" und die "Pädagogisch-Anleitende".

Die Verknüpfung mit der eigenen Erfahrung sehe ich als einen zentralen Vorteil meiner pädagogischen und/oder therapeutischen Arbeit der letzten Jahre.